Zahlungsarten für Kundengruppen sperren

Zahlungsarten und Widerrufsbelehrung sperren


Zahlungsarten und Widerrufsbelehrung sperren

Zahlungsarten und Widerrufsbelehrung sperren


Sperrt einzelne Zahlungsarten oder die Widerrufsbelehrung im Bestellabschluss gezielt für bestimmte Kundengruppen.

Was kann das Plugin?
Zahlungsarten sperren (Tab 1):

Risikoreduktion bei B2C — z.B. Kauf auf Rechnung für Endkunden ausblenden.
B2B-Optimierung — z.B. Kauf auf Rechnung exklusiv für Firmenkunden, indem die Zahlungsart in allen anderen Kundengruppen gesperrt wird.
Zentrale Übersicht — alle Sperrungen in einer Matrix Zahlungsart × Kundengruppe statt verteilt in den einzelnen Zahlungsart-Einstellungen.
Die Sperre wirkt zusätzlich zu den Kundengruppen-Einstellungen, die du an jeder Zahlungsart selbst hinterlegen kannst. Das heißt: was hier gesperrt ist, wird ausgeblendet — was hier offen ist, hängt von der Standardkonfiguration der Zahlungsart ab.

Widerrufsbelehrung sperren (Tab 2):

Blendet die Widerrufsbelehrungs-Modale und den Hinweis-Block im Bestellabschluss-Schritt für ausgewählte Kundengruppen aus. Sinnvoll, wenn eine Kundengruppe ausschließlich gewerbliche Kunden enthält, für die das Verbraucher-Widerrufsrecht nach § 312g BGB nicht gilt.
Die Pflicht-Checkboxen (z.B. „AGB & Widerruf gelesen") werden nicht angetastet — die regelst du wie gewohnt direkt in der JTL-Backend-Sektion „Globale Daten → Checkboxen" mit den dortigen Kundengruppen-Filtern.
Konfiguration


Tab 1: Zahlungsarten sperren


Öffne im Plugin den Tab Zahlungsarten sperren.

Die Tabelle hat zwei Block-Bereiche:

Pflichtfeld (grün hinterlegt wenn aktiv): zwei Spalten Firma und USt-ID. Hake an, wenn das jeweilige Feld vom Kunden ausgefüllt sein muss, damit die Zahlungsart angezeigt wird. Geprüft wird zuerst die Rechnungsadresse, bei eingeloggten Kunden zusätzlich die Stammdaten als Fallback — ist das Feld an mindestens einer der beiden Stellen gefüllt, gilt es als erfüllt.
Sperre pro Kundengruppe (rot hinterlegt wenn aktiv): pro Kundengruppe eine Spalte. Hake an, um die Zahlungsart für diese Gruppe komplett auszublenden.
Pflichtfeld-Logik bei zwei Häkchen: Sind in einer Zeile beide Felder (Firma und USt-ID) angehakt, entscheidet das Dropdown Bei beiden über die Verknüpfung:

eines reicht (ODER) — Default: Firma oder USt-ID gefüllt reicht aus. Typisch zur B2B-Erkennung im Gast-Checkout.
beide nötig (UND) — Firma und USt-ID müssen gefüllt sein. Strenger; sinnvoll wenn die Zahlungsart nur an Geschäftskunden mit kompletten Stammdaten gehen soll.
Ist nur eines der beiden Felder angehakt, ist die Modus-Auswahl irrelevant — genau dieses Feld muss erfüllt sein.

Klicke auf Speichern.

Anwendungsbeispiel B2B-Erkennung im Gast-Checkout: Hake bei „Kauf auf Rechnung" Firma und USt-ID an. Effekt: nur Kunden mit Firmenname oder USt-ID in der Rechnungsadresse sehen diese Zahlungsart — Verbraucher kommen sie gar nicht zu Gesicht, ohne dass eine Anmeldung nötig ist.

Override-Regel: Pflichtfeld schlägt Gruppen-Sperre
Hat eine Zahlungsart gleichzeitig ein Pflichtfeld und eine Gruppen-Sperre, gewinnt das Pflichtfeld:

Pflichtfeld erfüllt (Firma/USt-ID je nach Modus passt) → Methode ist sichtbar, auch wenn die Gruppe sie sperren würde
Pflichtfeld nicht erfüllt → Methode ausgeblendet, egal welche Gruppe
Kein Pflichtfeld → Gruppen-Sperre wirkt wie immer
So lassen sich Konstellationen wie „Rechnung für Endkunden gesperrt, aber Gäste mit ausgefüllter Firma sind ja Geschäftskunden und sollen sie trotzdem sehen" mit einem Konfigurations-Eintrag abbilden: Firma-Häkchen + Endkunden-Sperre setzen, fertig.

Tab 2: Widerrufsbelehrung sperren

 

  1. Öffne den Tab Widerrufsbelehrung sperren.
  2. Du siehst eine Liste aller Kundengruppen.
  3. Setze ein Häkchen, um die Widerrufsbelehrung für diese Kundengruppe im Bestellabschluss auszublenden.
  4. Klicke auf Speichern.
  5. Default nach Installation: Alle Tabellen sind leer, also alle Zahlungsarten ohne Pflichtfeld-Anforderung für alle Kundengruppen erlaubt und die Widerrufsbelehrung überall sichtbar. Das Plugin macht ohne Konfiguration nichts.

Wirkung im Frontend

  • Anzeige im Bestellvorgang: gesperrte oder Pflichtfeld-Anforderungen verletzende Zahlungsarten erscheinen für die jeweilige Kundengruppe bzw. Adressdaten-Konstellation gar nicht erst in der Auswahl.
  • Manipulationsschutz: falls jemand versucht, mit Browser-Werkzeugen eine ausgeblendete Zahlungsart trotzdem auszuwählen, wird die Bestellung nicht durchgelassen und der Kunde landet wieder auf dem Zahlungsschritt.
  • Race-Condition-Schutz: wird eine Sperre oder Anforderung erst gesetzt, nachdem der Kunde die Zahlungsart gewählt hat, und klickt er dann „Jetzt kaufen", wird er ebenfalls zurück zum Zahlungsschritt geleitet.
  • Widerrufsbelehrung: ist sie für die Kundengruppe gesperrt, erscheinen die Verlinkungen und Modale im Bestätigungs-Schritt nicht mehr.
  • Gastbestellungen werden wie die Standardkundengruppe behandelt.

Wichtiger rechtlicher Hinweis zur Widerrufs-Sperre


Verbraucher haben in der EU ein gesetzliches Widerrufsrecht. Sperre die Widerrufsbelehrung nur für Kundengruppen, in denen ausschließlich gewerbliche Kunden mit USt-ID organisiert sind. Wenn ein Verbraucher in einer gesperrten Gruppe einkauft, riskierst du Abmahnungen und schwebend unwirksame Verträge. Die rechtliche Verantwortung für die Konfiguration liegt allein beim Shop-Betreiber.

Was das Plugin nicht macht

 

  • Keine Filterung nach Versandart, Lieferland oder Warenkorbwert — strikt nur Zahlungsart × Kundengruppe und Pflichtfeld-Existenz.
  • Keine Format-Validierung der USt-ID (kein VIES-Check, keine Prüfsumme) — strikt nur „nicht leer".
  • Keine Pflichtfeld-Erzwingung im Adress-Formular selbst — das Plugin blendet nur Zahlungsarten aus, ändert nicht das Adress-Layout.
  • Keine zeitbasierten Sperren.
  • Keine Manipulation der AGB- oder Widerrufs-Pflicht-Checkboxen — die regelst du in der JTL-Backend-Sektion „Globale Daten → Checkboxen".
  • Keine Anpassung der Widerrufsrechtsseite im Footer — das Plugin wirkt ausschließlich im Bestellabschluss-Schritt.


Hinweis zum Re-Install
Wird das Plugin deinstalliert, ohne die Pflugin-Daten zu löschen (JTL-Standardabfrage), bleibt die Sperr-Tabelle bestehen. Bei einer späteren Neuinstallation sind die alten Sperren wieder sofort aktiv. Wenn ein sauberer Reset gewünscht ist, beim Deinstallieren die Option zum Datenlöschen wählen.